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Mini-Hör­ge­räte: Gibt es die kom­plett unsicht­bare Hör­hilfe?

Unter einer ver­min­der­ten Hör­fä­hig­keit leiden ca. 16 Mil­lio­nen Deut­sche, doch nur etwa jeder Dritte trägt auch ein Hör­ge­rät.

Grund dafür ist oft das Gefühl, mit diesen auf­zu­fal­len und aus der brei­ten Masse her­aus­zu­ste­chen. Zu groß scheint nach wie vor die Angst abge­stem­pelt zu werden, wenn man ein Hör­ge­rät am Ohr trägt. Dabei sind die Zeiten großer und auf­fäl­li­ger Geräte längst vorbei. Immer mehr kleine Hör­ge­räte fluten den Markt und kommen dem Bedürf­nis nach einer dezen­ten Hör­hilfe ent­ge­gen. So ist es heut­zu­tage glück­li­cher­weise kein Pro­blem mehr, eine Hör­ver­bes­se­rung zu erzie­len und sich gleich­zei­tig unauf­fäl­lig in der Masse zu bewe­gen.

Kleine Hör­ge­räte: Mini & Unsicht­bare Hör­ge­räte

Klein und unsicht­bar sind zwei Paar Schuhe. Zunächst die Ant­wort auf die Frage, die viele Schwer­hö­rige bewegt: Ja, es gibt tat­säch­lich unsicht­bare Hör­ge­räte. Zumin­dest sind diese so unauf­fäl­lig, dass sie bei nor­ma­lem Hin­se­hen über­haupt nicht auf­fal­len. Hier­bei han­delt es sich um soge­nannte CIC-Modelle. CIC steht für Com­ple­tely in the Canal – diese Geräte sitzen also direkt im Gehör­gang und sind von außen nur bei sehr genauem Betrach­ten zu erah­nen. Das Phonak Lyric oder das Sie­mens Nitro sind zum Bei­spiel solche Mini-Hör­ge­räte, die im Ganzen im Gehör­gang ver­schwin­den. Von außen unsicht­bar sind sie, aber auch nicht selbst zu ent­neh­men. Denn mini bedeu­tet manch­mal auch, wenig Platz für die Bedie­nung in Eigen­re­gie. Im Falle dieser klei­nen CIC’s ist daher oft der Gang zum Hör­ge­rä­te­a­kus­ti­ker ange­sagt, wenn der nächste Bat­te­rie­wech­sel ansteht, oder das eigene ent­neh­men der Geräte ver­langt dem­entspre­chend Fin­ger­fer­tig­keit.

Es gilt genau abzu­wä­gen, welche Bauart zu den per­sön­li­chen Bedürf­nis­sen passt. Natür­lich spielt der Wunsch nach klei­nen Hör­ge­rä­ten, die mög­lichst wenig sicht­bar oder gar unsicht­bar sind eine Rolle bei der Kauf­ent­schei­dung. Aber das ein­zige Kri­te­rium sollte die Optik nicht sein.

 

Kaum zu sehen: Phonak Virto B‑10

Von klein bis mini: aktu­elle Vari­an­ten klei­ner Hör­hil­fen

Wel­ches das kleinste Hör­ge­rät über­haupt ist, ist schwer zu sagen. Denn wäh­rend die äußerst dezen­ten CIC’s heute zu den beson­ders unauf­fäl­li­gen Lösun­gen gehö­ren, ent­wi­ckeln For­scher welt­weit bereits neue Inno­va­tio­nen im Bereich der Hör­ge­rä­te­ver­sor­gung. Es ist ein fort­lau­fen­der Pro­zess und der Trend geht klar zu klei­nen bis nahezu unsicht­ba­ren Hör­ge­rä­ten. Um eine dezente Optik zu erzie­len, spielt aber nicht nur das Hör­ge­rät an sich eine Rolle. Der­zeit gibt es zahl­rei­che ver­schie­dene Aus­stat­tungs­va­ria­tio­nen, unter denen sich Kunden ihr indi­vi­du­el­les System kon­fi­gu­rie­ren lassen können. Ein Hör­ge­rä­te­a­kus­ti­ker hilft bei der Aus­wahl des rich­ti­gen Modells und berück­sich­tigt dabei immer auch die vor­lie­gende Hör­min­de­rung. Denn am Ende genießt die erreichte Hör­ver­bes­se­rung höchste Prio­ri­tät.

Zunächst können Kunden zwi­schen ver­schie­de­nen Bau­ar­ten wählen, wenn sie ein Mini-Hör­ge­rät suchen. Am größ­ten sind die klas­si­schen HdO-Geräte, die hinter dem Ohr getra­gen werden. Klei­ner sind klas­si­sche IdO-Vari­an­ten, die mit einem Ohr­pass­stück direkt in der Ohr­mu­schel ange­bracht sind. Bei der Im-Ohr-Bauart gibt es wei­tere Abstu­fun­gen, die bis hin zum bereits erwähn­ten CIC führen, das unsicht­bar im Gehör­gang ver­schwin­det. Ist ein kon­ven­tio­nel­les HDO-Gerät nötig, können Kunden auch dieses etwas dezen­ter gestal­ten. Zum einen über die Aus­wahl eines beson­ders klei­nen Gerä­tes, wie dem Oticon Intiga, aber auch über die rest­li­che Aus­stat­tung, bei­spiels­weise einen beson­ders schma­len Schall­schlauch. Wer eine offene Ver­sor­gung wählt und statt des großen Ohr­pass­stücks eine Ver­sor­gung mit Schirm­chen bevor­zugt, hält die Ohr­mu­schel frei. Die Hör­ge­rä­te­schale fällt bei Men­schen mit etwas län­ge­ren Haaren ohne­hin kaum auf, Kurz­haar­trä­ger können über die Farb­wahl nahe an ein unsicht­ba­res Hör­ge­rät her­an­kom­men. Stimmt der Farb­ton des Gerä­tes mit dem Haut­ton oder alter­na­tiv der Haar­farbe über­ein, müssen andere Men­schen schon zwei­mal hin­se­hen, um das Hör­ge­rät hinter dem Ohr zu ent­de­cken. Eine unauf­fäl­lige, aber nicht kom­plett unsicht­bare Lösung. Alter­na­tiv exis­tie­ren Hör­bril­len, die das Hör­ge­rät direkt am Bril­len­bü­gel tragen.

Für wen eignen sich Mini-Hör­ge­räte?

Hör­ge­räte auf kleins­tem Raum sind nicht für jeden Schwer­hö­ri­gen geeig­net. Ent­schei­dend ist immer der indi­vi­du­elle Befund. So bieten HdO-Geräte Men­schen mit hoch­gra­di­ger Schwer­hö­rig­keit meist bes­sere Aus­sich­ten als kleinste CIC’s. Der Grund ist simpel, denn High­power-Geräte brau­chen schlicht­weg mehr Platz für ihre leis­tungs­starke Tech­nik. Auch Men­schen mit einem engen Gehör­gang können beson­ders kleine IdO’s nicht nutzen.

Vor- und Nach­teile klei­ner Hör­ge­räte

Der größte Vor­teil liegt auf der Hand: Ist ein Hör­ge­rät sehr klein, fällt es wenig auf. Genau das ist es, was sich die meis­ten Käufer von Mini-Hör­ge­rä­ten erhof­fen. Doch frei von Nach­tei­len sind auch diese Modelle leider nicht. Je klei­ner das Hör­ge­rät, umso klei­ner auch der Platz für die Hör­ge­rä­te­bat­te­rie. Ein häu­fi­ge­res Wech­seln ist nötig. Dezente Schirm­chen sind zwar klein, aber auch oft unzu­ver­läs­sig in der Qua­li­tät der Schall­wei­ter­lei­tung. Und kleinste Bedien­ele­mente erschwe­ren Hör­ge­rä­te­trä­gern gerade bei klei­nen Hör­ge­rä­ten die Hand­ha­bung. Auch die Preise sind bei klei­nen Hör­ge­rä­ten nicht die güns­tigs­ten. Fast immer fällt eine dezente Optik in den zuzah­lungs­pflich­ti­gen Bereich.

Wenn ein Mini-Hör­ge­rät nicht mög­lich ist, hilft viel­leicht auch ein ande­rer Blick­win­kel auf die The­ma­tik. Denn wie eine Brille können auch Hör­ge­räte heute als Acces­soires ein­ge­setzt werden. Fast alle großen Her­stel­ler bieten Pro­dukt­li­nien mit großer Farb­aus­wahl an. Statt eines dezen­ten Beige kann auch ein moder­ner, leuch­ten­der Farb­ton gewählt werden.

Nicht jeder Betrof­fene kann ein unsicht­ba­res Hör­ge­rät tragen. Es kommt immer auf den ein­zel­nen Men­schen und seine Erkran­kung an. Genau darum ist eine gute Bera­tung beim Akus­ti­ker unver­zicht­bar. Wenden Sie sich an uns, wenn Sie ein unsicht­ba­res Hör­ge­rät suchen und wei­tere Infor­ma­tio­nen brau­chen. Wir ver­mit­teln Sie kos­ten­los an einen Fach­be­trieb in Ihrer Region weiter.

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