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Hörhilfen: besseres Hören ohne Hörgerät?!

Viele Schwerhörige tragen kein Hörgerät. Gründe dafür gibt es viele, sei es der Wunsch nicht als schwerhöriger Mensch aufzufallen, oder die hohen Preise leistungsstarker und individuell angepasster Hörgeräte. Genau für diese Menschen bietet der Markt verschiedene Alternativen in Form nichtmedizinischer Hörhilfen. Wie sinnvoll diese sind, was sie leisten und was eben nicht, möchten wir Ihnen im folgenden Artikel zeigen.

Hörhilfen: Wann sie sich lohnen & was sie leisten

Hörverstärker sind keine Hörgeräte. Zwar ist die Begrifflichkeit ähnlich, der Unterschied in der Leistung aber enorm. Beim Hörverstärker handelt es sich um eine Hörhilfe, die am Funktionsprinzip der klassischen Hörgeräte angelehnt ist. Das Grundprinzip ist dabei identisch, denn auch diese Hörhilfe verstärkt akustische Signale in der Umgebung und gibt diese lauter weiter. Doch hier beginnen auch schon die Unterschiede. Um eine solche Hörhilfe zu verwenden, braucht es keinen Hörgeräteakustiker, denn Verstärker stehen frei zum Verkauf, im Laden vor Ort und auch in diversen Online-Shops. Auch eine Diagnose vom HNO-Arzt ist hier nicht nötig, denn für Hörverstärker als Hörhilfen brauchen Interessenten keine ärztliche Verordnung. Dafür müssen sie die fälligen Preise aber auch komplett alleine tragen, denn die Krankenkasse beteiligt sich nur an den Kosten medizinischer Hörgeräte.

Bei dieser Hörhilfe steckt die Technik in einem rechteckigen Kästchen oder einer den HdO-Geräten ähnlichen Gehäuseschale. Mittels kleiner Kopfhörer kommt der Schall von der Hörhilfe direkt ins Ohr. Anpassungsmöglichkeiten gibt es nur wenige. Manche Hersteller, zum Beispiel KIND, bieten Hörverstärker mit verschiedenen Programmen an. Insgesamt ist die Hörhilfe aber immer ein Gerät „von der Stange“, das mit einer individuellen Hörgeräteanpassung nichts zu tun hat.

Hörhilfen für verschiedene Hörsituationen

Es gibt Situationen, in denen Schwerhörige verstärkt Probleme mit dem akustischen Verstehen haben. Fernsehen oder Telefonieren sind solche typischen Hörsituationen, in denen diese Menschen eine unterstützende Hörhilfe einsetzen können. Gerade der Fernseher eignet sich hierfür hervorragend, weil der Wechsel zwischen Sprachverständnis und Hintergrundmusik, die Variation verschiedener Lautstärken zwischen Werbung und Spielfilm eine echte Herausforderung für ein geschädigtes Gehör sind. Wer also nicht permanent die Einstellungen an seinem Fernseher ändern möchte, kann eine Hörhilfe fürs Fernsehen heranziehen. Diese funktionieren heute kabellos über Funk und sind mit Akkus ausgestattet. Über einen Kopfhörer kommt der verstärkte Klang vom Fernseher direkt aufs Ohr. So können Menschen mit normalem und vermindertem Hörvermögen gemeinsam vor dem TV sitzen, ohne andauernd über die passende Lautstärkeeinstellung zu streiten.

Auch das Telefonieren verlangt Schwerhörigen viel ab. Doch auch für diese Hörsituation gibt es Hörhilfen. Diese sind ebenfalls mit Kopfhörern ausgestattet, die ganz einfach an das Telefon angeschlossen werden können. Ein neues Telefon ist nicht nötig, die Preise dieser Zubehörteile überschaubar.

Vor- und Nachteile gängiger Hörhilfen

Hörhilfen für spezielle Hörsituationen können eine angenehme Alltagsunterstützung sein. Vor allem wenn das Gehör nur leicht beeinträchtigt ist und in Einzelsituationen Unterstützung braucht, spricht nichts gegen den Einsatz solcher Geräte. Auch die Preise sind für erste Hörverbesserungsmaßnahmen angemessen, denn sie bewegen sich im zweistelligen bis in den niedrigen dreistelligen Bereich, je nachdem, welche Ausstattung der Hörhilfe gewünscht wird. Sie sind frei verfügbar und können ohne ärztliche Verordnung erworben werden.

Doch hier beginnt auch die Kehrseite der Medaille. Zwar muss jedes Gerät auf seine Sicherheit hin geprüft sein, bevor es auf den Markt kommt. Ob eine Hörhilfe aber zum individuellen Krankheitsbild passt, überprüfen die Hersteller und Verkäufer generell nicht. Da es sich nicht um ein medizinisches Hörgerät handelt, ist die Hörhilfe immer auch ein Produkt von der Stange mit vorgegebenen Einstellungsvarianten. Der ankommende Klang ist nicht unbedingt immer gut. So ist es möglich, dass eine Hörhilfe zu stark oder zu schwach ist, der weitergeleitete Schall als blechern oder unnatürlich empfunden wird, die ebenfalls verstärkten Nebengeräusche kein besseres Sprachverständnis zulassen oder dass keines der angebotenen Hörprogramme wirklich zu einer angenehmen Hörverbesserung führt.

Hörhilfe oder doch Hörgerät?

Wer in einzelnen Situationen oder Ausnahmefällen Probleme mit dem Hören hat, kann einen Versuch mit einer Hörhilfe wagen. Doch ist die Schwerhörigkeit sehr stark, oder der Erfolg der Hörhilfe schlichtweg nicht ausreichend, steht der Gang zum Facharzt an, der ein passendes Hörgerät verordnet. Als medizinisches Produkt zielt dieses auf eine langfristige Hörverbesserung ab und ist für den regelmäßigen Gebrauch entwickelt. Außerdem beteiligen sich die Krankenkassen hier an den Kosten oder übernehmen bei zuzahlungsfreien Modellen den Preis sogar komplett. Gemeinsam mit dem Akustiker finden Kunden mit einer ärztlichen Verordnung im Anschluss heraus, welche Bauart und welche Einstellungen gewählt werden müssen, um ein gutes Hören zu erreichen. Dazu gehören Faktoren wie eine gute Rückkopplungs- und Störgerauscheunterdrückung, bestimmte Hörprogramme für typische Hörsituationen im Alltag des Betroffenen und eine angenehme Bedienung des Hörgerätes.

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